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Kiwi-House

von Marc Erismann (Bild: H. Oberli)

Das Kiwi-House ist die Studentenunterkunft des National Referral Hospitals in Honiara.

Kiwi-HouseDas "Kiwi-House", man muss es sagen, liegt ziemlich exponiert direkt an der vielbefahrenen Hauptstrasse von Honiara. Nur auf der einen Seite spendet ein Baum etwas Schatten und dient, nebst dem kleinen Vordach unseres Hauses, den Einheimischen als Unterstand bei Regengüssen oder beim Warten auf den Bus, Taxi, etc. So kommt es ab und zu vor, dass man morgens durch den Motorenlärm eines alten Taxis geweckt wird, welches jeweils direkt neben dem Haus anhält. Doch trotz allfälliger Zweifel zu Beginn wird man dieses Studentenhäuschen einfach liebgewinnen und den Strassenlärm nach einiger Zeit kaum noch wahrnehmen.

Nun aber zur Innenarchitektur des Kiwihauses. Über 3 Treppenstufen erreicht man eine hölzerne Terrasse - ein idealer Platz um die Wäsche zu besorgen. Nach einem Schritt durch die Eingangstüre befindet man sich schon im Mittelpunkt des Hauses. Ein grosser Tisch im Zentrum, in der linken hinteren Ecke eine kleine Küche, hinten rechts die Toilette mit Dusche und gerade rechts in der Ecke neben dem Eingang das Wichtigste - ein grosser Kühlschrank. Denn nach erledigter Arbeit gibt es in der schwülen Hitze des Pazifik doch nichts schöneres als ein kühles Getränk, sei es nun Mineral oder einheimisches Bier (Solebrew).

Jeweils rechts und links des Hauptraumes führen 2 Türen in die Schlafgemächer. Jedes ist ausgerüstet mit einem rudimentären Holzgestell für Kleider und sonstige Dinge. Matratzen sind genügend vorhanden (bessere und schlechtere!), für Notfälle, wie z.B. Überbelegung, gibt es also sicher 6-7 Schlafgelegenheiten. Mit dem einzelnen grossen Bettrost lässt sich sogar ein Doppelbett konstruieren!

Langer Rede kurzer Sinn: Bei einer Maximalbelegung von 4 Personen lässt es sich angenehm leben und es fehlt eigentlich an nichts (Stand Anfang 2000), dem Sponsor Robert Goh sei dank! Nebst dem Kühlschrank hat es genügend Küchenutensilien, ein Telefon und sogar ein kleines Radio - für Stimmung sorgte "Sole FM", der trendige aber auch einzige Sender auf den Salomonen. Zum Schluss sei noch auf den äusserst kurzen Arbeitsweg zum Spital hingewiesen, der je nach Schrittempo 2 (European Style) oder 5 Minuten (Solomon Style) dauerte...

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